Guten morgen #54 (Lernen)

Ich begriff erst in den letzten 2 Jahren, wie lernen für mich funktioniert. Heute bin ich erstmals in der Lage, gleichzeitig lernen zu wollen, zu müssen – und es auch zu können. Vorher lebte ich damit, jenes Wissne zu nutzen, welches ich nebenbei aufgeschnappt habe: Sei es beim Podcast hören, lesen, im Dialog, in der Schule oder sonst wo. Die meisten Informationen, die ich abrufen kann, sind durch Implizites Lernen in meinem Kopf gelandet. Aktives, Intentionale Lernen habe ich so gut wie nie praktiziert. Die letzten Jahre sind dahingehend also ein bemerkenswerter Fortschritt für mich – selbst Strukturen und Lernpfade zu schaffen, um Informationen fest zu verankern und nicht nur stupide Fakten auswendig zu lernen, ist enorm motivierend und erfrischend.

Der Unterschied liegt für mich einerseits in der Unabhängigkeit (ich bin weniger auf die Aufbereitung von Wissen durch andere angewiesen) und andererseits in der Effizienz (Wenn ich Inhalte selbst so aufbereite, dass sie für mein Gehirn bekömmlicher sind, ist es leichter, sie zu verinnerlichen).
Mathematik im Abitur, Geschichte, Französisch, Latein, Physik, Chemie, Englisch. Alles Fachbereiche und Fächer, deren Inhalte durch meinen Kopf gegangen sind, aber durch mangelnde Vertiefung verloren gingen.

Ich bedaure sehr, schon jetzt so dermaßen viel vergessen zu haben.

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