Guten morgen #41 (Bildung als bezahlbare Ware)

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Quelle

Geldmangel schränkt ein, wie einfach und/oder viel man an Bildung jedweder Art teilhaben kann. Mindestens steigt der grad an Energie und Zeit, den man investieren muss, um gleichbleibend das tun zu können, was man möchte.

Seien es Bücher, Videospiele, Film, die Oper oder das Theater – ab einem gewissen Punkt muss man sich entscheiden, wofür man sein Geld ausgibt, obwohl man doch eigentlich gern alles davon mitnehmen möchte. Dadurch verkommt Bildung jedweder Art zur Ware.

Ähnlich wie bei der Bereitstellung von Infrastruktur sehe ich selbige bei Bildung als etwas, was nicht zwangsweise vom eigenem Einkommen abhängig sein sollte.

Ich finde es bedenklich, das wir in einer Gesellschaft leben, die Bildung immer mehr zu etwas verkommen lässt, das man sich leisten können muss. Die Idee, das jeder, der sich nur genug mühe gäbe, alles erreichen könne, ist eine Aussage der wenigen, die es geschafft haben – und derer, die es nie „schaffen“ mussten.

Update: Ja, es gibt Bibliotheken und Wikipedia. In Stadtzentren und dort, wo es Internet gibt und für die, die wissen, wie man es benutzt.

Für jemanden wie mich ist das jammern auf hohem Niveau – ich denke dabei aber weniger an mich, als an diejenigen, die nicht im Stadtzentrum wohnen und/oder sich mittels Technischer Hilfsmittel (deren Besitz eine Vorraussetzung ist) recht gut selbst durchschlagen können.

Für einen 23 Jährigen Mann mittleren Bildungsgrades ohne Kinder ist es definitiv einfach, mal zur Bibliothek zu Radeln oder sich selbst was via Ebook oder Wikipedia-Quellen-Hüpfen drauf zu schaffen.

Mir geht es hier um diejenigen außerhalb der Stadtzentren, am besten irgendwo im Nirgendwo zwischen Potsdam und Dresden, die nichts von dem so einfach zur Verfügung gestellt bekommen wie ich.

Das immer größere werdende auftreten von Privatschulen, die gigantischen Unterschiede in den Mitteln, die Staatlichen Schulen zur Verfügung stehen – Uralte Bücher, ranzige Räume, lahme Infrastruktur, veraltete Lehrer – solche Dinge schweben mir dabei im Hinterkopf.

Alles Probleme, die allein am Geld hängen.

(Danke an Constantin für den Austausch; Twitter @ubahnverleih)

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