Basis Setup für Windows Anfänger Teil 3: (Anti)virus? Nein Danke.

Disclaimer: Die Software, die ich in dieser Artikelreihe angebe, ist das, was mir recht und gut erscheint. Ich Garantiere weder für Sicherheit, Privatsphäre, Vollständigkeit, Qualität oder Usability. Für mich funktioniert das Setup – und das möchte ich hier teilen.

“ Welches Antivirus System würdest du mir empfehlen? “

“ Garkeins. “

“ Hä? “

So oder so ähnlich läuft das.

Warum? das klaue ich mal von den Ubernauten von uberspace.de :

Anti-Viren-Lösungen?

Nein.

Wir halten nichts von Anti-Viren-Software und setzen selbst keine ein (ernsthaft, wir betreiben auch unsere privaten Computer nicht mit sowas):

  • Rein konzeptionell sind Anti-Viren-Programme in unseren Augen eine schlechte Lösung. Sie schützen nur vor bekannten Viren (und das auch noch schlecht und lückenhaft!), aber nicht vor dem was Viren tun und daher sinnvoller wäre.
  • Die Software ist oft selbst eher schlecht programmiert, läuft aber mit sehr hohen Rechten auf dem System, so dass sie selbst ein äußerst attraktives Einfallstor darstellt.
  • Anti-Viren-Software ist immer wieder dadurch aufgefallen, dass sie das Arbeiten auf einem Computer zum Teil massiv behindert, sei es durch hohe Last oder durch das blockieren völlig legitimer ausgehender Verbindungen wie etwa SSH oder ähnliches, oder sogar zeitweilig unmöglich macht, indem sie etwa den Rechner durch fehlerhafte Updates einfach mal vom Internet abklemmt. Mal davon abgesehen davon, dass wir das bei einer Software für die auch noch bezahlt wird schon ein starkes Stück finden, drängt sich hier der Gedanke auf: Wer solche Programme auf seinem Rechner einsetzt, braucht keinen Virenbefall mehr.
  • Hersteller von Anti-Viren-Software sind schon häufiger dabei erwischt worden, die eigene IT-Security nicht im Griff zu haben und das Niveau der Fehler war erschreckend niedrig. Wie u.a. ein bekannter deutscher Blogger gerne sagt: „Die Besten, der Besten, der Besten, Sir!“
  • Die schlechte Erkennungsrate rechtfertigt in unseren Augen den Aufwand kaum.
  • Generell scheint Anti-Viren-Software ein falsches Gefühl von Sicherheit zu vermitteln, was dazu führt, dass User hochgradig leichtsinniges Verhalten nicht ändern und deutlich zeigt dass das eigentliche Problem in 99% der Fälle nicht in den Webseiten, USB-Sticks, eMails und Computern steckt, sondern davor sitzt:
    • mit Useraccounts die Admin-Rechte haben im Internet surfen oder eMail-Anhänge öffnen oder fremde Datenträger einlesen
    • eMail-Anhänge von unbekannten Absendern unbesehen öffnen
    • auf Links in ungefragt zugesandten eMails klicken
    • auf Webseiten sensible Daten preisgeben, insbesondere um billig und einfach an Medikamente, Pornographie, plastische Chirurgie (WTF?) zu kommen oder unerwartete Erbschaften von bisher unbekannten, aber entfernt verwandten, südamerikanischen Shogunen die in Nigeria verunfallt sind zu erschleichen

Unserer Meinung nach helfen gegen Sicherheitslücken nur aufgeklärtes, medienkompetentes, vorsichtiges Nutzerverhalten, freie, quelloffene Software und Updates, Updates, Updates.

Amen.

Was dann? Eine Firewall.

Macht das, was sie soll, nicht mehr, nicht weniger.

Dazu kommt noch eine Prise Nutzerverhalten.

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